Der Ursprung von Modern Jive
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Die Geschichte des Modern Jive begann in den 1920ern mit dem paarweise getanzten Jazz aus Amerika. In den Nachtclubs und den Ballsälen der Ballungszentren Amerikas wurde der Lindy Hop aufgeführt, ein Tanz der schwarzen Bevölkerung. Veranstaltungsräume wie der berühmte Savoy Ballroom in Harlem wurden bekannt als Plätze, wo man die besten Tänzer und die spektakulärste Akrobatik sehen konnte. Ende der 1930er Jahre wurde Jazz und Swingmusik mit in den Strom der Trendmusik aufgenommen. Tänze wie Lindy Hop, Jitterbug und Swing wurden in Windeseile durch Amerika und Europa getragen, diesmal jedoch mit vorwiegend weißer Anhängerschaft. In Deutschland wurden diese Tänze allerdings erst einmal verboten, wegen ihres "verdorbenen Einflusses". Lindy Hop und Jive, die beiden bekanntesten Tänze, hatten ihre größte Popularität während dem zweiten Weltkrieg, als die amerikanischen GI's die europäischen Tanzflächen eroberten und zu Musik von Glenn Miller, Benny Goodman und den Andrews Sisters tanzten. |
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Zu dieser Zeit erreichte Europa das Jive-Fieber. Die nicht ganz so liberalen Europäer konnten jedoch mit der Freizügigkeit dieses Tanzes nicht viel anfangen und begannen, den Tanz zu verändern und anzupassen. Daraus wurde dann der immer noch wilde Bug, der schon etwas ruhigere Boogie Woogie, der akrobatische Rock .n .Roll und nicht zuletzt der Turnier- bzw. Gesellschaftstanz Jive. In Frankreich durchlief der Jive eine andere Entwicklung: die Franzosen wechselten den synkopierten Jazzrhythmus zu einem gleichmäßigen Beat und änderten den getanzten six-beat zu einem sehr viel leichter erlernbaren four-beat. Die Betonung, nun mehr durch Körperbewegung und Hände als durch Fußarbeit gegeben, blieb aber wie gehabt auf 2 und 4. Diese Änderungen machten den French Jive so attraktiv für Anfänger. Neueinsteiger konnten den Tanz an einem Abend erlernen, ohne Zeit auf den Versuch zu verwenden, die schwierige und komplexe Fußarbeit zu verstehen. |
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In Amerika wechselte die Musik von Swing über Rhythm and Blues bis hin zum Rock'n'Roll. Und mit dieser neuen Musik begann auch eine ganz neue Generation zu tanzen. So konnte der so genannte French Style Jive mit der Rock'n'Roll Invasion durch die Länder ziehen und symbolisierte die neu gefundene Freiheit der Jugend der Nachkriegszeit. |
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Der Jive ist zurück und sein four-beat Rhythmus macht ihn zu so gut wie jeder Art von Musik tanzbar. Von aktueller Chartmusik über House, Garage bis hin zum klassischen Swing und Rock .n .Roll ist jede Stilrichtung kompatibel. Auch Latin und Salsa Musik kann wunderbar vertanzt werden und zu jeder Art von Musik bekommt der Tanz ein neues Gesicht. Auch jetzt noch ist der Tanz in einer ständigen Entwicklung. Er leiht sich Bewegungen, Figuren und Stil anderer Tanzformen und gibt so jedermann die Möglichkeit, seinen ganz eigenen Stil zu entdecken, entwickeln und natürlich zu tanzen. |